max elhardt - diplomkünstler
bahnhofstraße 22
87509 immenstadt
fon: +49-8323-969783
max@elhardt.net


23. Mai 2017

"Die Zukunft der Arbeit - ein Gesellschaftsspiel"
 
ist ein Kunstprojekt, das vom bayerischen Kultusministerium unterstützt wird im Rahmen seiner Debütantenförderung. Das unter anderem sehr diskursiv gelagerte Projekt teilt sich in mehrere Ebenen auf:

Zu Beginn ist schon die Mail Art Aktion angelaufen. Deutschlandweit habe ich einen Brief mit einigen Fragen zum Thema Arbeit verschickt. Neben den politischen Parteien habe ich ihn auch an die Verbände der Arbeitgeber, der Arbeitnehmer und die politische Prominenz bis hin zum Bundespräsidenten geschickt.

Außerdem war es mir noch wichtig, andere Positionen zu befragen, so die systemkritische soziologisch orientierte Gruppe KRISIS, den Künstler Johannes Stüttgen sowie die FREE INTERNATIONAL UNIVERSITY um nur einige zu nennen.

Die Antworten stellen einen Teil des Ausstellungsprojektes dar. Die Ausstellung selbst findet vom 17.12.2004 bis 15.01.2005 im Künstlerhaus in Kempten / Allgäu statt. Darüber hinaus wird sie im Internet unter www.elhardt.net präsentiert.

Im Künstlerhaus wird ein großer Raum in eine Art begehbares Brettspiel verwandelt. Dort können die Besucher = Mitspieler die verschiedenen Bildungswege durchlaufen. An den Wänden befinden sich die einprägsamen "Spruchweisheiten", die immer wieder in Abwandlungen durch den öffentlichen Diskurs spuken: "Wer nicht arbeitet soll auch nicht essen" (Paulus), "Müßiggang ist aller Laster Anfang", bis hin zum "Motto des KZ Auschwitz" "Arbeit macht Frei". Die Spielsituation endet in einem Feld "J" für jetzt, an dem sich nur noch die beiden Optionen: "erwerbstätig oder nicht" auftun. Hier wird in Perspektive Zukunft der Mitspieler mit den drängenden Fragen konfrontiert. In diesem Teil des Raumes werden auch die Antworten aus dem Mail Art Projekt ausgestellt, die immerhin verschiedene Antworten aufzeigen.

Letztendlich aber ist das eigene aktive Denken gefragt, die Initiative, selbst tätig zu werden. ("Wer nicht denkt fliegt raus" ruft uns hier auch Joseph Beuys zu)
Da der Ausstellungsraum direkt an der Fußgängerzone gelegen ist, und die Tage der Öffnung mit der regen Einkaufszeit des 4. Advent zusammenfällt, ist auch "wort-performance" mit dem Megaphon in den öffentlichen Raum hinaus geplant.

Des weiteren wird eine Tanzveranstaltung für Nicht-Erwerbstätige am Nachmittag des Montag 20.12., 14 bis 17 Uhr, stattfinden, die in einem Spiel "Reise nach Jerusalem" gipfelt, bei dem mit den verschwindenden Stühlen immer mehr Jobs wegrationalisiert werden.

Die Aktion endet am 21. Dezember mit einem Sonnwendfeuer auf der Terrasse des Künstlerhauses in den Abendstunden, die Ausstellung bis 15. Januar verlängert.



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